Alle Vorteile im Überblick

Fernwärme bietet Ihnen, was Sie sich wünschen: Wohlige Wärme, die zuverlässig direkt zu Ihnen ins Haus geliefert wird. Gleichzeitig ist Fernwärme eine umfangreiche Dienstleistung: eine komfortable Komplettlösung, bei der Ihr Versorger nicht nur die Wärme bereitstellt, sondern auch viele Aufgaben übernimmt, um die Sie sich bei anderen Heizsystemen selbst kümmern müssten – von technischen Anforderungen über Wartungsthemen bis hin zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Welche konkreten Vorteile das für Sie mit sich bringt, haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst:
Komfort und Bequemlichkeit
Geringer Wartungsaufwand: Da keine Verbrennung im Haus erfolgt, sind Wartungsarbeiten auf ein Minimum reduziert. Die Reinigung des Schornsteins beispielsweise entfällt komplett. Wartung & Instandhaltung sind zudem in den meisten Verträgen Aufgabe des Versorgers und entfallen für den Kunden somit ebenfalls.
Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ohne eigenen Aufwand: Mit Fernwärme müssen Kunden sich nicht mehr um gesetzliche Vorgaben für ihre Heizung, zum Beispiel aus dem Gebäudeenergiegesetz (oder zukünftig aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz), kümmern. Diese Verantwortung geht, als Teil der Dienstleistung Fernwärme, auf den Versorger über. Dieser kümmert sich darum, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.
Technische Anforderungen: Auch die sonstigen technischen Anforderungen werden vom Versorger übernommen.
Platzersparnis: Es ist kein eigener Wärmeerzeuger nötig: Heizkessel und Tanks sowie Lagerflächen für Brennstoffe entfallen, wodurch wertvoller Platz im eigenen Gebäude gewonnen wird.
Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Energieeffizienz: Große Anlagen, wie sie für die zentrale Erzeugung der Fernwärme zum Einsatz kommen, erreichen im Schnitt höhere Wirkungsgrade und arbeiten somit in der Regel deutlich effizienter als viele einzelne Heizungsanlagen in den Gebäuden. Zusätzlich kommt häufig Kraft-Wärme-Kopplung, also die gemeinsame Erzeugung von Strom und Wärme, zum Einsatz. Hierbei entsteht die Wärme so zu sagen als ein nutzbares Nebenprodukt – ein weiterer Effizienzgewinn. Auch unvermeidbare Abwärme, beispielsweise aus Industrie oder Rechenzentren, wird häufig eingesetzt und sorgt somit für eine möglichst vollumfängliche Ressourcennutzung und infolgedessen für eine reduzierte Emission von Schadstoffen.
Einsatz erneuerbarer Energien: Der Ausbau der Fernwärme konzentriert sich zunehmend auf erneuerbare Energien etwa in Form von Biomasse, Geothermie oder Solarthermie. Diese Entwicklung wird auch durch die gesetzlichen Dekarbonisierungsziele vorgegeben, die eine weitgehend klimaneutrale Wärmeerzeugung bis 2045 vorschreiben(mehr dazu finden Sie unter Wärmewende).
Schrittweise Integration & Kombination erneuerbarer Energien: Dank ihres netzbasierten Aufbaus bietet die Fernwärme eine besonders hohe Flexibilität: Erneuerbare Energien können schrittweise integriert und miteinander kombiniert werden – je nach regional vorliegenden Umweltenergiequellen und technologischem Ist-Stand vor Ort.
Nutzung wenig erschlossener Energiequellen: In der Fernwärme kommen vermehrt Energiequellen zum Einsatz, die für eine dezentrale Eigenversorgung von Gebäuden kaum sinnvoll erschlossen werden können. Beispiele hierfür sind insbesondere Tiefengeothermie, Flusswärme und unvermeidbare Abwärme.
Geringere Emissionen: Durch die zentrale und effiziente Wärmeerzeugung sowie die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien können CO2-Emissionen und Schadstoffausstoß insgesamt deutlich reduziert werden.
Versorgungssicherheit
Hohe Versorgungssicherheit: Durch gut ausgebaute Versorgungsnetze und zentral gesteuerte redundante Erzeugungsanlagen garantiert die Fernwärme eine kontinuierliche und zuverlässige Wärmeversorgung.
Zunehmende Unabhängigkeit von Brennstoffpreisen: Da der Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme stetig erhöht wird, steigt auch die Unabhängigkeit von Brennstoffpreisen und Energieimporten aus dem Ausland. Somit steigt auch die Resilienz gegenüber Energiekrisen (wie derzeit durch den Krieg im Iran ausgelöst) maßgeblich. Der Einfluss solcher Krisen auf die eigene Heizkostenabrechnung nimmt infolgedessen stetig ab.
Fernwärme ist außerdem generell weniger anfällig für Schwankungen einzelner Brennstoffpreise. Das liegt daran, dass in der Fernwärmeerzeugung vermehrt verschiedene Arten der Wärmeerzeugung miteinander kombiniert werden. Somit sinkt die Abhängigkeit von einzelnen Brennstoffpreisen. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Erzeugungsanlagen je nach Bedarf und Marktlage flexibel zu- und abgeschaltet werden können. Außerdem können die branchenüblichen Preisanpassungszyklen sowie die Preisanpassung über Indizes kurzfristige starke Preisschwankungen abfedern.
Sicherheitsgewinn im eigenen Gebäude: Sowohl die Brandgefahr bei Verbrenner-Heizungen als auch die Gefahr einer Leckage von Brennstoff oder Kühlmittel entfällt bei der Versorgung über Fernwärme.
Regionale Wertschöpfung
Bei Ausbau und Betrieb der Wärmenetze sowie der zugehörigen Erzeugungsanlagen kommen regionale Unternehmen und Arbeitskräfte zum Einsatz. Die Verwendung erneuerbarer Energien und Abwärme fördern die regionale Wertschöpfung zusätzlich, da regionale Quellen genutzt werden und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sinkt.
Transparente Preisanpassung
Fernwärmepreise werden in der Regel anhand vertraglich festgeschriebener mathematischer Formeln – sogenannter Preisgleitklauseln – angepasst, die sich sowohl an der Kostenentwicklung als auch an marktbezogenen Indizes orientieren. Diese Indizes werden öffentlich zugänglich und transparent sowie unabhängig von den Versorgungsunternehmen erhoben, beispielsweise durch das Statistische Bundesamt (Destatis). Dadurch wird im Vergleich zu Strom und Gaspreisen grundsätzlich eine höhere Transparenz erreicht. Gleichzeitig geht diese Vorgehensweise allerdings mit einer gewissen Komplexität und einem erhöhten Bedarf an Aufklärungsarbeit einher, die geleistet werden muss, damit Kunden Preisgleitklauseln und deren Wirkung auf Fernwärmepreise nachvollziehen können.
Kundenzufriedenheit
All diese Aspekte werden von der Zufriedenheit der Fernwärmekunden bestätigt:

