Steigende Preise für fossile Energieträger, die zunehmende CO₂-Bepreisung und die laufende Transformation des Energiesystems prägen derzeit die Diskussion um die Wärmeversorgung. Nach einer kurzen Phase stabilerer Preise rechnen aktuelle Prognosen für 2025 wieder mit steigenden Heizkosten. Besonders Haushalte, die mit Gas heizen, könnten spürbare Mehrkosten verzeichnen. Auch die höhere nationale CO₂-Abgabe auf Brennstoffe trägt dazu bei, dass der Betrieb fossiler Heizsysteme teurer wird.

In Deutschland entfallen erhebliche Anteile des Endenergieverbrauchs auf Raumwärme und Warmwasser — in vielen Übersichten liegt der Anteil des Sektors Wärme bei über 50 Prozent des bundesweiten Gesamtenergiebedarfs. Wer hier Kosten senken möchte, muss jedoch nicht zwangsläufig aufwändige Modernisierungen vornehmen. Bereits einfache Maßnahmen können Wirkung zeigen: gut abgedichtete Fenster und Türen, korrekt eingestellte Heizungsregler oder das Entlüften von Heizkörpern helfen, den Energieverbrauch zu verringern. Auch kleine Verhaltensänderungen sind wirkungsvoll – bereits ein Grad weniger Raumtemperatur kann mehrere Prozent Heizenergie einsparen. So lassen sich mit überschaubarem Aufwand die Heizkosten senken und gleichzeitig Umwelt und Klima entlasten.


Hohe Nebenkosten führen zu schlechterer Vermietbarkeit. Es gilt also, die verbrauchsabhängigen Kosten zu reduzieren. Hier schlagen insbesondere die Kosten für Heizung und Warmwasser zu Buche, denn ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland benötigt etwa 60-70 Prozent seines jährlichen Energieverbrauchs allein für die Heizung. Hinzu kommen dann noch ca. 15-20 Prozent für die Warmwasserbereitung. Der Hauseigentümer kann in erster Linie dafür sorgen, dass die Bausubstanz und die Anlagen des Gebäudes dem jeweiligen Stand der Technik entsprechen.

Mit der Umstellung auf Fernwärme steigern Sie den Wert Ihrer Immobilie und sparen dabei bares Geld. Fernwärme ist außerordentlich wartungsfreundlich und so reduzieren Sie Ihre Ausgaben für Bedienung, Service und Reparatur. Als Eigentümer können Sie über das Heizungssystem Ihres Gebäudes entscheiden. Das Spektrum, das hierbei beachtet werden muss, ist allerdings sehr breit gefächert. Es reicht von rechtlichen Aspekten über die Technik bis hin zu wirtschaftlichen Überlegungen.

Unter Beachtung der Druckstufe, der Gebäudehöhe und der örtlichen Lage innerhalb eines Fernwärmeversorgungsgebietes besteht ggf. die Möglichkeit eines direkten Anschlusses. In diesem Fall kann auf Wärmeübertrager, Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil verzichtet werden. Wenn mehrere Heizkreise existieren, wird zusätzlich noch die primärseitige Regelung des Wärmeübertragers überflüssig. Durch den Wegfall dieser Bauteile ergeben sich nicht nur Einsparungen bei den Investitionskosten, sondern zugleich noch geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten. Eine weitere Möglichkeit der Kosteneinsparung besteht in einer hohen Temperaturspreizung der Hausanlage. Dadurch können kleinere Rohrleitungsquerschnitte und Pumpen verwendet werden. Auch die Heizkörper werden bei gleichen Rücklauftemperaturen kleiner als Niedertemperaturheizkörper. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Heizungsanlage genauer einreguliert werden muss als eine Anlage mit normaler Temperaturspreizung.

Die Höhe der Heizleistung berücksichtigt den jeweiligen Wärmebedarf und gegebenenfalls die erforderlichen Zuschläge. Bei durchgehendem Heizbetrieb, wie er bei der Fernwärme möglich ist, reichen jedoch niedrigere Betriebstemperaturen aus, um dennoch die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Aus diesen Betriebstemperaturen und der gewünschten Wärmeleistung ergibt sich ein Heizwasservolumenstrom, der in der Übergabestation eingestellt wird. Die gleiche Wärmeleistung lässt sich aber auch mit einem geringeren Heizwasservolumenstrom erreichen, wenn die Rücklauftemperaturen vermindert werden. Dies kann entweder durch größere Heizflächen (z. B. bei Sanierung) oder durch Vergrößerung der Temperaturspreizung in der Heizungsanlage erfolgen. Insgesamt wirken sich eine geringe Rücklauftemperatur und damit ein kleinerer Heizwasservolumenstrom kostensenkend im Grund- bzw. Leistungspreis aus.

Was kann der Mieter tun, um Heizkosten zu sparen?

Mietkosten sind in den letzten Jahren stetig und in beachtlichem Ausmaß gestiegen. Die Netto-Kaltmiete ist dabei durch den Mieter nicht zu beeinflussen, so dass eine Reduzierung der verbrauchsabhängigen Kosten umso relevanter ist. Hierbei lässt sich durch ein entsprechendes Nutzungsverhalten vor allem auf die Heizkosten einwirken. Erhebliche Einsparungen können erzielt werden.

Im Winter sind Wohnungen oft überheizt, obwohl bereits eine Temperatur von etwa 20 °C für eine behagliche Atmosphäre sorgt. Unsere Tipps helfen Ihnen, Heizkosten zu sparen. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

  • Vermeiden Sie Wärmestaus:
    Heizkörperverkleidungen, lange Gardinen oder Möbel vor dem Heizkörper verursachen einen Wärmestau. Die Heizwasserzufuhr wird gedrosselt. Achten Sie deshalb darauf, dass der Heizkörper seine Wärme ungehindert an den Raum abgeben kann.
    Unser Tipp: Nutzen Sie einen Fernfühler, wenn es sich nicht vermeiden lässt, den Heizkörper zuzustellen. Er misst die Raumtemperatur unbeeinträchtigt vom Wärmestau.
  • Die Urlaubsstellung für Ihr Thermostat: das Sternchen
    Drehen Sie vor längeren Urlaubsreisen das Ventil ab. Fast jeder Thermostatkopf verfügt über eine Frostschutzsicherung. Sinkt die Raumtemperatur unter 5 °C ab, öffnet sich das Heizkörperventil automatisch und verhindert, dass Heizungsrohre und Heizkörper einfrieren.
  • Nachts sparen:
    In einem kühlen Raum schläft man besser. Stellen Sie Ihre Heizung nachts niedriger ein. Mit nur 1 °C weniger senken Sie Ihre Heizungskosten bereits um rund 6 Prozent.
  • Am günstigsten sind konstante Raumtemperaturen:
    Am Heizkörper installierte Verbrauchserfassungsgeräte verleiten dazu, die Einstellung des Ventils ständig zu verändern. Eine Methode, die sich nicht auszahlt, weil Sie starke Temperaturschwankungen nur durch erhöhte Wärmezufuhr ausgleichen können.
  • Mit Stoßlüften Heizkosten senken:
    Lüften Sie morgens alle Räume 5 bis 10 Minuten bei weit geöffneten Fenstern – und bei abgestellter Heizung. Haben Sie moderne Thermofenster? Dann sollten Sie bis zu 4-mal täglich 5 bis 10 Minuten lüften – am besten mit Durchzug.
  • Lassen Sie der Luft Raum:
    Sorgen Sie für eine bessere Luftzirkulation. Stellen Sie die Außenwandflächen nicht vollständig zu. Rücken Sie Ihre Möbel einfach etwa 10 cm von der Wand ab.
  • Abluft raus:
    Kochen Sie – wenn möglich – nicht bei geschlossenem Fenster oder sorgen Sie zumindest für Abzug. Gleiches gilt auch beim Baden oder Duschen: Hinterher Lüften nicht vergessen!

Warmwasser aus Fernwärme bietet Ihnen in vielen Punkten entscheidende Vorteile. Es ist preiswert, komfortabel und umweltverträglich. Durch die zentrale Warmwasserbereitung in der Hausstation steht Ihnen jederzeit warmes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung. Und Sie können selbst noch einiges dazu beitragen, Ihre Kosten zu senken.

  • Warmwasser für Waschmaschine und Geschirrspüler nutzen:
    Arbeitet Ihre Waschmaschine oder Ihr Geschirrspüler mit Warmwasser? Studien belegen, dass der Warmwasseranschluss erhebliche Mengen an Primärenergie einspart. Übrigens: Gespart wird dabei nicht am Warmwasser, sondern am Strom. Moderne Geschirrspüler können Sie fast immer direkt ans Warmwasser anschließen. Dadurch arbeiten sie bis zu 20 Prozent schneller. Dazu kommen finanzielle Einsparungen zwischen 30 Prozent und 50 Prozent durch die wesentlich geringeren Energiekosten für Warmwasser aus der Fernwärmeversorgung – im Vergleich zur elektrischen Warmwasseraufbereitung.