Fernwärme nutzt die Vorteile der effizienten Energieverwendung durch Kraft-Wärme-Kopplung optimal aus. Aktuell basiert die Erzeugung zu großen Teilen noch auf Brennstoffen, deren Preise sich am Markt bilden. Fernwärme befindet sich mitten im Transformationsprozess hin zur vollständig klimaneutralen Wärmeerzeugung, wofür erhebliche Investitionen seitens der Versorger notwendig sind. Langfristig können so jedoch starke Preisschwankungen ausgeglichen werden.

Preisanpassungen basieren auf einer mathematischen Formel, die in den Preisgleitklauseln festgelegt ist. Die langfristigen Anpassungszeiträume von meist einem Jahr sind kundenfreundlich, da sie kurzfristige Preissprünge abfedern und die Preise somit berechenbar bleiben.

Preisanpassungen bei langfristig laufenden Verträgen sind kein Privileg der Fernwärmeversorgung, sondern überall zu finden, wo sich die Kosten für eine Dienstleistung über einen Zeitraum ändern können.
Üblicherweise gibt es dabei keine freie Einflussnahme seitens eines Vertragspartners. Die Anpassung erfolgt in der Regel über festgelegte mathematische Formeln, die automatisch wirken und so preiserhöhend, aber auch preissenkend sein können. Für die Darstellung der Kosten werden vorrangig Faktoren gewählt, die vom Kunden kosten- und barrierefrei abrufbar sind.